Montag, 08. Juni 2020Der Tag

mit Christian Herrmann
Christian Herrmann
22:36 Uhr

Das war Montag, 8. Juni 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in Münster decken Ermittler erneut ein mutmaßlich weit verzweigtes Missbrauchsnetz auf. Mindestens drei Kinder sollen stundenlang missbraucht worden sein, elf Verdächtige werden festgenommen. Aber das Ausmaß könnte möglicherweise viel größer sein. Meine Kollegin Sonja Gurris hat den Fall für Sie zusammengefasst.

Das sind die anderen wichtigen Themen des Tages:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Kommen Sie gut durch die Nacht und schauen Sie auch morgen vorbei auf ntv.de und in "Der Tag". Ihr Christian Herrmann

 

22:15 Uhr

Höflicher Einbrecher entschuldigt sich und flüchtet

Immerhin hat er gute Manieren: Mit den Worten "Oh, Entschuldigung, die Haustür war auf" hat ein Einbrecher eine Hausbewohnerin im nordrhein-westfälischen Lindlar höflich um Verständnis gebeten - ehe er mit seiner Beute davon gerannt ist.

  • Die 64-jährige Frau sei durch den nächtlichen Einbruch aufgewacht, sagt die Polizei in Gummersbach. Zu diesem Zeitpunkt stand der Einbrecher bereits in ihrem Schlafzimmer.
  • Der ertappte Dieb machte sich umgehend mit Bargeld, das er in den Schränken der Frau gefunden hatte, aus dem Staub.
  • "Die Haustür zog er hinter sich zu", berichtet die Polizei. Sie sucht nach einem kräftig gebauten Brillenträger, der Hochdeutsch spricht.
21:44 Uhr

Bayerische Bergwacht vermeldet Einsatzrekord

Wandern, Mountainbiken, Skitouren und Klettern boomen. Und das bedeutet Mehrarbeit für die Bergwacht Bayern, die vergangenes Jahr fast 9000 Mal ausrücken musste und damit knapp 350 Mal mehr als im Vorjahr - ein Rekord.

  • Auch 100 Jahre nach der Gründung besteht die Bergwacht Bayern vor allem aus ehrenamtlichen Helfern.
  • Die gut 5200 Frauen und Männer müssen in den meisten Fällen verunglückten Bergsteigern helfen.
  • Bei der Gründung am 14. Juni 1920 hatte die Bergwacht noch ein anderes Ansinnen: Die Alpen- und Wandervereine wollen eine "Natur- und Sittenwacht" installieren.

21:17 Uhr

Berliner Polizei veröffentlicht Corona-Song

"Seit Wochen zu Hause, virale Zwangspause: Der Staats-Lockdown hat echt reingehaun. Jetzt zählt, nach vorne schauen." Mit diesen Worten verarbeitet die Berliner Polizei die Corona-Krise. Nicht irgendwie, sondern in einem eigenen Song, den sie auf Youtube hochgeladen hat.

  • "Viel Spaß mit dem Corona-Song von Sebastian Stipp und der Combo des Landespolizeiorchesters Brandenburg", schreibt die Berliner Polizei auf Twitter.
  • "Schneller, höher, weiter geht's gerade nicht. Mit Abstand, Mundschutz und Respekt ist Land in Sicht. Was auch immer kommen mag, wir bleiben für Euch immer wach. Jede Stunde Tag und Nacht. Wir lassen keinen hier allein", heißt es da beschwingt, während der Beamte Stipp an Brandenburger Tor, Weltzeituhr und Schloss Sanssouci vorbeiläuft.
  • Er ist auf der Bühne auch kein Unbekannter: Sebastian Stipp hat schon bei der Prosieben-Sendung "The Voice of Germany" teilgenommen und stand beim Udo-Lindenberg-Musical "Hinterm Horizont" auf der Bühne.

20:44 Uhr

Jeff Bezos veröffentlicht rassistische Hassmail

Amazon hat einen Kunden verloren, aber wenn es nach Jeff Bezos geht, war es das wert: "Dave, Du bist die Art von Kunde, die ich gerne verliere", schreibt der Amazon-Gründer bei Instagram zu einem Screenshot einer E-Mail, die er erhalten hat.

  • Es habe eine Reihe von abscheulichen, aber nicht überraschenden Reaktionen auf seinen letzten Beitrag gegeben, erklärt Bezos. "Die Art von Hass sollte sich nicht verstecken dürfen. Es ist wichtig, dass wir sie sichtbar machen."
  • Vorher hatte sich der Amazon-Chef persönlich, aber auch auf der offiziellen Amazon-Seite der Protestbewegung "Black Lives Matter" angeschlossen.
  • Kunde Dave hatte dafür keinerlei Verständnis: "Eine Horde wertloser N**** zu unterstützen wird dein Unternehmen ruinieren. Das weiße Amerika hat diesen N****-Bullshit satt. Ich habe meine Bestellung storniert und weiß, dass ich nicht der einzige bin. Bleib bei deiner Haltung und wir werden lachend dabei zu sehen, wie deine Profite zurückgehen." 

Recht hat er, der Jeff Bezos. Auf solche Kunde verzichten sicher auch andere Unternehmen gerne.

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20:14 Uhr

"Es geht Rome gut": Mario Götze ist erstmals Vater

BVB-Profi Mario Götze und seine Ehefrau Ann-Kathrin sind zum ersten Mal Eltern geworden. Auf Instagram hat das Paar die fröhliche Kunde mit einem gemeinsamen Bild geteilt. Die Finger von Mama, Papa und natürlich auch des Sohnemanns sind zu sehen. Einen extravaganten Namen hat sich Familie Götze auch schon überlegt: "Unser Sohn Rome wurde am 5. Juni geboren", schreibt Mutter Ann-Kathrin. "Wir fühlen uns mehr als gesegnet. Es geht Rome gut."

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19:50 Uhr

Tierquäler töten Schwanendame und rauben Nest aus

Schwanenweibchen Helena lebte rund 18 Jahre im Kölner Mediapark und war ein beliebtes Fotomotiv für Spaziergänger und Tierfreunde. Nun haben Tierquäler die Schwanendamen getötet, ihr Nest geplündert und die Eier zertrümmert.

  • Der "Kölner Express" berichtet, dass bislang noch unbekannte Täter der Schwanendame eine Kugel in den Hals gefeuert haben.
  • Eine Leverkusener Tierärztin habe das Projektil noch aus dem Hals von Helena entfernt und zehn Tage lang um das Leben des Tieres gekämpft, heißt es. Aber die Schwanendame habe nicht mehr laufen und auch nicht schlucken können.
  • Die Polizei ermittelt wegen Wilderei und Tierquälerei.
19:33 Uhr

US-Demokraten knien 8:46 Minuten für George Floyd

Eine schöne Geste, aber ohne konkrete Gesetze gegen Polizeigewalt nicht mehr als das: Mit einem Kniefall haben die Demokraten im US-Kongress an George Floyd erinnert, der bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet wurde.

  • Die Demokraten um die Oppositionsführer Nancy Pelosi und Chuck Schumer hatten sich in der Emancipation Hall des US-Kongresses versammelt.
  • Der Saal erinnert an die Sklaven, die beim Bau des Kapitolgebäudes in Washington D.C. ab Ende des 18. Jahrhundert eingesetzt wurden.
  • Die afroamerikanische Abgeordnete Karen Bass sagte, die Schals aus sogenanntem Kente-Stoff stünden für die Wurzeln von Schwarzen in den USA.
  • Nach dem Gedenken stellten die Demokraten ihre Pläne für eine Polizeireform vor. Sie wollen Polizisten leichter für Fehlverhalten belangen können und besser ausbilden.
  • Da die Republikaner im US-Senat noch eine Mehrheit besitzen, sind die Erfolgsaussichten der Pläne ungewiss.
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Die Demokraten knieten für 8 Minuten und 46 Sekunden - so lange dauerte der Todeskampf von George Floyd.

(Foto: REUTERS)

 

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19:09 Uhr

Fall Maddie: Belgische Ermittler untersuchen Mord an Deutscher 1996

Die neuen Erkenntnisse im Fall Maddie McCann haben das Interesse der belgischen Staatsanwaltschaft geweckt: Sie will noch einmal den Mord an einer deutschen Jugendlichen vor fast 25 Jahren untersuchen.

  • Es geht um den Mord an der damals 16 Jahre alte Carola Titze an der belgischen Nordsee.
  • Sie hatte 1996 mit ihren Eltern Urlaub im belgischen Badeort De Haan gemacht, ihre Leiche wurde nur 200 Meter von der Feriensiedlung entfernt entdeckt.
  • Die Ermittlungen zu dem Fall wurden 2016 eingestellt. Belgischen Medien zufolge prüft die Polizei nun, ob der deutsche Verdächtige im Fall Maddie auch für diesen Mord verantwortlich sein könnte.
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Die Leiche von Carola Titze liegt 1996 abgedeckt in einem Rettungswagen der belgischen Feuerwehr.

(Foto: picture-alliance / dpa/epa)

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18:41 Uhr

Österreich führt Mindestpreis für Flugtickets ein

Österreich will "gewissen Exzessen" im Luftverkehr einen Riegel vorschieben: Vizekanzler Werner Kogler hat angekündigt, dass das Land künftig einen Mindestpreis für Flugtickets von rund 40 Euro verlangen wird.

  • Mit dem Mindestpreis will die österreichische Regierung die sozialen und ökologischen Folgen von Dumping-Preisen in der Luftfahrt abmilldern.
  • Im Ticketpreis müssten künftig außerdem alle Gebühren, Steuern und Abgaben enthalten sein, sagte Vizekanzler Kogler.
  • Er kündigte auch an, dass Österreich der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) in der Corona-Krise mit Zuschüssen und Krediten im Gesamtumfang von 450 Millionen Euro unter die Arme greifen will.

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18:32 Uhr

VW-Konzernchef Diess gibt Führung der Kernmarke ab

VW-Konzernchef Herbert Diess gibt die Führung der Kernmarke an den bisherigen Co-Geschäftsführer Ralf Brandstätter ab. Das teilt der Aufsichtsrat von Volkswagen nach einer außerordentlichen Sitzung mit. Diess, der als Vorsitzender des Markenvorstands auch für die Sparte mit dem VW-Logo verantwortlich und wegen Technikproblemen in die Kritik geraten war, solle so "mehr Freiraum für seine Aufgaben als Konzernchef" bekommen.

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18:17 Uhr

Abbruch verhindert: "Polarstern" bricht in Zentralarktis auf

Infektionen gibt es in der Arktis zwar nicht, das Coronavirus macht sich aber auch am Nordpol bemerkbar: Nachdem das Bremerhavener Forschungsschiff "Polarstern" in Spitzbergen doch noch sein Personal austauschen konnte, kann es seine Expedition nun fortsetzen.

  • Die "Polarstern" musste wegen der Corona-Pandemie ihre Eisdrift unterbrechen, um die neue 100-köpfige Mannschaft in Spitzbergen an Bord nehmen zu können.
  • Ursprünglich vorgesehene Flüge waren wegen der Virus-Beschränkungen abgesagt worden.
  • Durch die Unterbrechung habe man die Daten eines Monats verloren, sagt Projektleiter Markus Rex. Dies sei angesichts der Tatsache, dass weltweit Expeditionen abgebrochen werden mussten, allerdings zu verschmerzen.

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17:52 Uhr

Epstein-Ermittlungen: Prinz Andrew bestreitet FBI-Vorwürfe

Die Anwälte von Prinz Andrew wehren sich gegen Vorwürfe des FBI, der britische Royal zeige sich im Epstein-Missbrauchsskandal nicht kooperativ. Der Prinz habe dem US-Justizministerium mindestens drei Mal in diesem Jahr seine Unterstützung als Zeuge angeboten, schreiben sie in einer Mitteilung.

  • Andrew steht seit Monaten wegen seiner engen Freundschaft zu dem inzwischen verstorbenen Multimillionär Jeffrey Epstein in der Kritik.
  • Der US-Geschäftsmann hatte über Jahre hinweg Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht und zur Prostitution gezwungen.
  • Zuletzt gab es Berichte, wonach das US-Justizministerium ein Rechtshilfeersuchen gestellt habe, um den zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth II. in der Angelegenheit befragen zu lassen.
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Zwischenzeitlich war sogar ein gelber Schulbus mit einem Foto von Prinz Andrew und einem "Fahndungshinweis" nach dem Herzog von York durch London gefahren.

(Foto: picture alliance/dpa)

17:28 Uhr

Strompreise 2020 schon um fast 6 Prozent gestiegen

Sinkende Strompreise, davon hat man in Deutschland schon seit Jahren nichts mehr gehört. Auch dieses Jahr kennt der Trend nur eine Richtung: Die Grundversorgungstarife sind bisher um durchschnittlich 5,9 Prozent gestiegen. Das geht aus einer neuen Studie des Datenbank-Dienstleisters Enet hervor.

  • Strompreise vergleichen lohnt: Enet sagt, dass der Unterschied zwischen dem billigsten und dem teuersten Versorger 48,7 Prozent beträgt.
  • Am teuersten sind demnach nach wie vor Grundversorgungstarife, die noch von etwa 25 Prozent der Verbraucher genutzt werden.
  • Für die Preissteigerungen macht Enet unter anderem höhere Netzentgelte und den Anstieg der EEG-Umlage verantwortlich.
  • Der Datenbank-Dienstleister sagt aber auch, dass sich dich teils heftigen Preissprünge damit nicht hinreichend erklären lassen.

17:14 Uhr

Tourist sitzt tagelang in Brunnen auf Bali fest

Ein 29-jähriger Brite hat im Urlaub auf Bali Glück im Unglück gehabt: Er war auf der indonesischen Ferieninsel in einen fünf Meter tiefen Brunnen gestürzt und musste mehrere Tage mit einem gebrochenen Bein darin ausharren.

  • Der Brite sei vor einem Hund geflüchtet und habe sich bei dem Sturz in den Brunnen ein Bein gebrochen, sagt eine Sprecherin des balinesischen Such- und Rettungsdienstes. "Uns wurde gesagt, er sei dort fünf Tage gefangen gewesen."
  • Wie das örtliche Nachrichtenportal Detik.com berichtet, hatte am Samstag schließlich ein Anwohner die Hilfeschreie des Briten gehört.
  • Die Retter zogen ihn mit Leiter aus dem Brunnen.
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Mehrere Helfer bringen den Briten auf einer Bahre in Sicherheit.

(Foto: picture alliance/dpa)

17:00 Uhr
16:47 Uhr

Mord an Greta: Verdächtige Erzieherin in allen Kitas gescheitert

Die Erzieherin, die in Viersen ein Kita-Kind ermordet haben soll, ist in allen vier Einrichtungen, in denen sie vorher gearbeitet hat, gescheitert. Das steht in einem Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministers Peter Biesenbach an den Rechtsausschuss. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

  • Demnach durfte die Erzieherin in ihrem Anerkennungsjahr in einer Krefelder Kita bis zum Schluss nicht allein mit den Kindern bleiben, da man ihr kein Vertrauen entgegenbrachte.
  • In einer Kita in Kempen wurde ihr Arbeitsvertrag anschließend wegen "fehlender fachlicher Kompetenz" von der Einrichtung nicht verlängert.
  • Auch in ihrer dritten Station, einer Kita in Tönisvorst, wurde der Arbeitsvertrag nach der Probezeit gekündigt.
  • An ihrer letzten Arbeitsstelle in Viersen war sie einer Entlassung mit einer Kündigung zuvorgekommen.
  • Die 25-jährige Erzieherin soll die dreijährige Greta in Viersen heimtückisch ermordet haben.

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16:23 Uhr

Zu viel Nähe an der Fleischtheke: Kunde schlägt mit Rinderfilet zu

Angespannte Gemüter in einem Bochumer Supermarkt: Ein 48- und ein 53-jähriger Kunde haben an der Fleischtheke sich einen handfesten Streit um die Abstandsregeln geliefert.

  • Der 48-Jährige war überzeugt, dass sein Hintermann den Mindestabstand nicht einhält.
  • Seine Drohung: "Hau ab hier, oder ich hau dir gleich in die Fresse."
  • Der 53-Jährige trat laut Polizei einen Schritt nach hinten, was dem 48-Jährigen aber nicht reichte: Er schlug dem 53-Jährigen mit einem knapp zwei Kilogramm schweren Rinderfilet ins Gesicht, das er gerade in der Hand hielt.
  • Der 53-Jährige hat leicht verletzt Anzeige erstattet.

15:55 Uhr

McDonald's schafft Ein-Euro-Burger ab

McDonald's-Fans müssen sich nach fast 15 Jahren vom Ein-Euro-Burger verabschieden: Der Fast-Food-Riese hat seine Preise erhöht. Ab sofort kostet der einfache Hamburger in den meisten Filialen 1,29 Euro - eine Erhöhung um 29 Prozent!

  • McDonald's reagiert mit den höheren Preisen nach eigenen Angaben auf gestiegene Einkaufskosten. Auch andere Produkte wie der einfache Kaffee oder ein einfaches Eis sollen deshalb bald teurer werden.
  • McDonald's sagt zwar, dass die Franchise-Nehmer individuell entscheiden können, ob sie die höheren Preise aufrufen wollen, bestätigt aber auch, dass es die Preisempfehlung ausgesprochen hat.
  • Burger-Fans haben dafür kein Verständnis: Sie ärgern sich unter anderem auf Facebook, dass McDonald's die höheren Preise nicht angekündigt hat und darüber, dass die Preise steigen, obwohl die Bundesregierung wegen der Corona-Krise gerade erst die Mehrwertsteuer gesenkt hat.
15:26 Uhr

Loses Rad erschlägt Lkw-Fahrer auf Raststätte

Ein loses Rad hat auf einem Autobahnparkplatz im baden-württembergischen Rhein-Neckar-Kreis einen Mann erschlagen. Das Rad habe sich am Vormittag von der Zugmaschine eines Sattelschleppers auf der A6 gelöst und war auf den Parkplatz bei St. Leon-Rot gerollt, sagt die Polizei. Dort habe es mit voller Wucht einen Lastwagenfahrer getroffen, der vor seinem Autotransporter stand. Der Mann erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch vor Ort starb. Ein Sachverständiger soll klären, weshalb sich das Rad gelöst hat.

14:55 Uhr

Saudisches Schmiergeld: Spaniens Justiz ermittelt gegen Ex-König Juan Carlos

Im Auftrag der saudi-arabischen Führung bauen mehrere spanische Firmen zwischen Mekka und Medina eine Hochgeschwindigkeitsstrecke. Aber bei der Projektvergabe ist möglicherweise Schmiergeld geflossen. Der mutmaßliche Empfänger: Spaniens früherer König Juan Carlos.

  • Das Oberste Gericht in Madrid hat Ermittlungen gegen Juan Carlos eingeleitet.
  • Ihm wird vorgeworfen, in der sogenannten "Affäre um den Wüsten-Zug" im Jahr 2008 Schmiergeld in Höhe von 100 Millionen US-Dollar aus Saudi-Arabien angenommen zu haben.
  • Für die vier Jahrzehnte, in denen Juan Carlos König und Staatsoberhaupt war, genießt er noch immer Immunität.
  • Das Gericht könnte aber feststellen, dass er das Geld noch nach seinem Rücktritt im Juni 2014 "gewaschen" hat und ihn dafür auf die Anklagebank setzen.

14:33 Uhr

Fast alle deutschen Badegewässer erhalten Bestnoten

Kann man trotz Coronavirus bedenkenlos baden gehen? Klar, Abstand müssen wir auch am See oder im Freibad halten, aber eine Übertragung über das Wasser gilt als äußerst unwahrscheinlich. Und sowieso ist die Wasserqualität in Deutschland hervorragend. Das geht aus dem neuen Bericht der EU-Kommission zur Badewasserqualität hervor.

  • Im vergangenen Jahr haben 98 Prozent der deutschen Badestellen an Binnengewässern und Küsten die Qualitätsanforderungen der Europäischen Union erfüllt. 93 Prozent erhielten im neuen Bericht sogar das Prädikat "ausgezeichnet".
  • Nur acht deutsche Badegewässer hat die Europäische Umweltagentur (EUA) im vergangenen Jahr als mangelhaft bewertet.
  • 105 Gewässer blieben während der Badesaison 2019 ganz oder zumindest zeitweise geschlossen, davon 53 wegen Blaualgen. Diese verbreiten sich in heißen Sommern besonders stark.
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Wenn der Kontakt aus aufblasbaren Einhörnern besteht, ist Baden okay.

(Foto: picture alliance/dpa)

14:28 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen, liebe Leser, mein Kollege Janis Peitsch verabschiedet sich in de Feierabend, ich übernehme seinen Platz bei uns in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit den wichtigsten, interessantesten und unterhaltsamsten Nachrichten. Fragen, Kritik und Anregungen können Sie gerne an christian.herrmann[at]nachrichtenmanufaktur.de schicken. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

 

14:00 Uhr

Boyband spendet Millionenbetrag an "Black Lives Matter"-Bewegung

Die international erfolgreiche Boygroup BTS aus Südkorea unterstützt die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Nach Angaben des Labels der Band haben die Musiker der "Black Lives Matter"-Bewegung eine Million Dollar (885.857 Euro) gespendet.

Auf Twitter hatte sich die Gruppe schon zuvor gegen Diskriminierung stark gemacht: "Du, ich und wir alle haben das Recht, respektiert zu werden. Wir halten immer noch zusammen. #BlackLivesMatter", hieß es in einem Post.

 

13:35 Uhr

Panda aus Zooanlage ausgebüxt

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Der Ausflug von Xing Er dauerte nur kurz.

(Foto: imago images / Xinhua)

Einer der beiden Riesenpandas im Zoo von Kopenhagen ist heute Vormittag aus seiner Anlage getürmt. Das Männchen Xing Er sei einen Metallpfosten hochgeklettert und habe sich unter den am Pfeiler befestigten Elektrodrähten hindurchgeschoben, erklärte der wissenschaftliche Zoodirektor Bengt Holst.

Ein Wärter habe den Ausbruch bemerkt, woraufhin der Panda mit einem Pfeil betäubt und in seinen Stall zurückgebracht worden sei. Der Bär wurde dabei nach Zooangaben nicht verletzt. In sein Außengehege darf er erst wieder, wenn die Anlage stärker gesichert worden ist.

13:02 Uhr

Bayern: Leichenteile von vermisstem Pärchen entdeckt

Grausiger Fund in Oberbayern: Bei einem Waldspaziergang im Landkreis Eichstätt ist ein Passant vor einer Woche auf skelettierte Leichenteile gestoßen. Nun steht das Ergebnis der Rechtsmedizin fest. Demnach handelt es sich um die Überreste eines seit 18 Jahren vermissten Pärchens, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte.

Die Todesursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

12:58 Uhr

Karstadt-Kaufhof-Chef vor dem Aus

Der Warenhaus-Riese Galeria Karstadt Kaufhof kämpft ums Überleben. Unternehmenschef Stephan Fanderl verliert deshalb nach Informationen von ntv seinen Job.

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12:25 Uhr

Fall Inga: Anwältin fordert neues Ermittler-Team

Vor mehr als fünf Jahren verschwindet in Sachsen-Anhalt die kleine Inga. Weil die Polizei derzeit eine mögliche Verbindung zu dem Verschwinden der damals dreijährigen Madeleine "Maddie" McCann im Jahr 2007 prüft, steht auch das Schicksal von Inga wieder im Fokus der Öffentlichkeit.

Die Anwältin von Ingas Mutter fordert nun neue Ermittler, um den Fall aufzuklären. In den vergangenen fünf Jahren seien mehr als 2000 Hinweise und Spuren abgearbeitet worden, es seien aber viele Fragen offengeblieben, sagte die Juristin Petra Küllmei in einem Interview mit der "Magdeburger Volksstimme".

"Es gibt aber in jedem Fall einen erhöhten Arbeitsaufwand. Der müsste aber von neuen, unvoreingenommenen Ermittlern und zusätzlichen Experten endlich rasch erfolgen", forderte Küllmei. "Es ist vielleicht die letzte Chance, den Fall doch noch aufzuarbeiten."

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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:14 Uhr

Tausende freiwillige BER-Tester erhalten Absage

Wieder Probleme am neuen Hauptstadtflughafen: Am Probebetrieb für den BER sollten eigentlich 20.000 freiwillige Tester teilnehmen. Doch wegen der Corona-Pandemie werden jetzt doch nur 9000 Menschen zugelassen. Das teilte die Flughafengesellschaft mit. Alle bisherigen Anmeldungen werden demnach ungültig, es werde in Kürze eine neue Registrierung gestartet.

"Sicherheit und Gesundheit haben oberste Priorität", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup und verwies auf die Abstands- und Hygieneregeln.

Der Probebetrieb mit Freiwilligen sollte Ende Juni beginnen. Nun werde es vier bis sechs Wochen später, sagte ein Sprecher. Komparsen sollen die Abläufe am Flughafen simulieren, vom Check-in über die Sicherheitsschleusen bis zum Gate - dort ist Schluss, denn geflogen werden soll am BER erst am 31. Oktober.

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10:36 Uhr

Fashion Week kehrt Berlin den Rücken

Berlin ist um eine Großveranstaltung ärmer. Die bislang in der Hauptstadt angesiedelte Fashion Week zieht im Jahr 2021 nach Frankfurt um. Das gab der Veranstalter Premium Group bekannt. Die Berliner Fashion Week fand 2007 erstmals statt. In diesem Jahr wurde die Messe wegen der Corona-Krise abgesagt.

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10:18 Uhr

Im Netz Anschlag angekündigt: Ermittlungen gegen 21-Jährigen

Im Internet soll ein 21-Jähriger aus Hildesheim einen Anschlag mit vielen Toten angekündigt haben. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Celle mitteilte, hat der Beschuldigte am vergangenen Freitag in einem Chat auf den rechtsextremistischen Attentäter von Christchurch in Neuseeland Bezug genommen. Sein Ziel sei es gewesen, Muslime zu töten.

Am Samstag wurde der junge Mann deshalb in Gewahrsam genommen. In seiner Wohnung fand man Waffen und Dateien mit rechtsradikalen Inhalten. Der 21-Jährige soll sich den bisherigen Erkenntnissen zufolge schon seit Längerem mit der Anschlags-Ideen beschäftigt haben, um weltweit Aufmerksamkeit zu erhalten.

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09:47 Uhr

Japaner erschlägt Arbeitskollegen mit Gipsplatte

Ein japanischer Bauarbeiter soll seinen Kollegen mit einer zwei Tonnen schweren Gipsplatte erschlagen haben. Wie örtliche Medien in der Provinz Oita meldeten, hatte der mutmaßliche Täter die für den Bau von Wänden verwendete Platte mit einem Gabelstapler gerammt. Der Kollege dahinter wurde von dem Baustoff erschlagen.

Der 38-jährige Verdächtige soll die Tat nach seiner Festnahme gestanden haben. Die Polizei versucht nun, das Motiv für das Verbrechen zu klären.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:43 Uhr

"Erbärmliches Interview": Trump attackiert Ex-Außenminister Powell

Ein kritisches Interview mit dem früheren Außenminister Colin Powell hat US-Präsident Trump auf die Palme gebracht. "In seiner Zeit war er schwach und hat jedem alle Art von Zugeständnissen gemacht - so schlecht für die USA", schrieb Trump über seinen Parteikollegen auf Twitter.

Powell habe dem "Lügensender CNN" ein "erbärmliches Interview" gegeben, fügte der US-Präsident hinzu. Powell habe als Minister auch mit seinen Aussagen zu Massenvernichtungswaffen völlig falsch gelegen.

Powell war in der ersten Amtszeit von Präsident George W. Bush (2001-2005) Außenminister. Dem Sender CNN sagte der Ex-Chefdiplomat am Sonntag, Trump entferne sich von der Verfassung. "Er lügt über Dinge, und er kommt damit durch, weil Menschen ihn nicht zur Rechenschaft ziehen", sagte der frühere General. Zugleich kündigte der Republikaner an, er werde bei der Präsidentenwahl für den Demokraten Joe Biden stimmen.

08:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

Insel-Fans aufgepasst: Seit heute müssen sich Reisende nach Großbritannien zwei Wochen in Quarantäne gehen, nachdem sie das Königreich betreten haben. Mit der Maßnahme will die Regierung in London eine zweite Corona-Welle verhindern. Am Welttag der Ozeane stehen heute folgende Themen auf dem Plan:

  • Die Europäische Umweltagentur EEA veröffentlicht ihren jährlichen Bericht zur Wasserqualität von Seen, Flüssen und Küstengewässern.
  • Mit der Auktion der TV-Rechte beginnt heute die wichtigste Aufgabe der Deutschen Fußball Liga. Bis zum 19. Juni will die Fußball-Bundesliga mehrere Milliarden bei dem Wettbieten der Medienunternehmen erlösen.
  • Ein Kurierfahrer soll im Rhein-Main-Gebiet mindestens 100 Pakete gestohlen haben. Dafür muss sich der 35-Jährige vor dem Amtsgericht Aschaffenburg verantworten.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

08:00 Uhr

Frau steht nach Unfall auf der Autobahn und wird von Fahrzeug erfasst

Schrecklicher Unfall auf der A45: Eine Frau ist in den frühen Morgenstunden bei Gießen von einem Fahrzeug erfasst und getötet worden. Drei weitere Personen seien schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Nach ersten Erkenntnissen waren ein Kleinbus und das Fahrzeug der Frau zusammengestoßen. Die Fahrerin stieg aus und wurde dann von einem weiteren Auto erfasst. "Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Frau bis auf die Gegenfahrbahn geschleudert, wo sie ihren Verletzungen erlag", sagte ein Polizeisprecher.

Das dritte Unfallfahrzeug stieß danach noch mit dem Kleinbus zusammen. Der Fahrer des Busses, seine Beifahrerin und die Fahrerin des dritten Fahrzeugs wurden schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser transportiert.

07:29 Uhr

Künstliche Intelligenz imitiert Handschriften

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25 bis 30 Zeilen braucht die Software, um eine Handschrift zu imitieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Computer, der die eigene Handschrift imitiert: Forscher in Erlangen lassen diese Zukunftsvision Realität werden. Dafür nutzen die Wissenschaftler Künstliche Intelligenz.

25 bis 30 handschriftliche Zeilen sind den Forschern zufolge jeweils nötig, um die Software zu füttern - zum Beispiel aus einem eingescannten Brief.

Ein Ziel ist es, Menschen Texte in ihrer eigenen Handschrift zu ermöglichen, die wegen Verletzungen nicht mehr selbst schreiben können.

Die Forscher wollen die Methode noch verbessern und weitere Einsatzgebiete finden. Vorstellbar ist demnach auch, die Methode zum Trainieren von Erkennungssoftware für historische Schriften zu nutzen.

07:20 Uhr

Trocken bleibt es nur im Nordosten

Die neue Wetterwoche steht zuerst noch im Zeichen der Schafskälte, bevor sich zum Wochenende der Sommer zurückmeldet. Und so ist es heute im Südosten oft wolkig und zeitweise regnet es. Ansonsten startet die neue Woche mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Später gesellen sich dann auch mal Schauer und einzelne Gewitter dazu. Deutlich sonniger und trocken bleibt es nur im Nordosten.

Die Temperaturen bringen es meistens auf 17 bis 22 Grad. Lediglich im trüben Südosten Bayerns bleibt es mit 14 bis 17 Grad kühler.

Die weiteren Aussichten starten unterkühlt und enden sommerlich mit Spitzenwerten bis knapp 30 Grad am Wochenende. Hier die Details, mit deinen ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche wünsche. Ihr Björn Alexander

07:07 Uhr

Gefährlicher Tiger wird lebenslang eingesperrt

Drei Menschen und zahlreiche Nutztiere soll der Tiger "Nomade" in Indien auf dem Gewissen haben. Nun wird die eingefangene Raubkatze wohl für den Rest ihres Lebens eingesperrt bleiben. Das Tier sei "zu gefährlich", um weiter in Freiheit zu leben, teilten die Behörden im Bundesstaat Madhya Pradesh mit.

Dem Tiger seien "mehrere Chancen" gegeben worden, wieder in der Wildnis zu leben, doch er sei immer wieder in die Wohngebiete von Menschen eingedrungen, sagte ein Wildhüter der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb sei seine permanente Gefangenschaft nun "die einzige Option".

Seit dem Wochenende befindet sich "Nomade" in einem Zoo von Bhopal, der Hauptstadt von Madhya Pradesh. Er ist dort isoliert untergebracht.

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06:36 Uhr

Nach Tod von George Floyd: Minneapolis löst Polizeibehörde auf

Seit dem brutalen Tod des Afroamerikaners George Floyd befinden sich die USA im Ausnahmezustand. Überall im Land werden Rufe nach einer Reform der Polizei laut. Einen ersten Schritt macht nun Minneapolis, wo Floyd vor zwei Wochen ums Leben kam. Dort beschloss der Stadtrat die örtliche Polizeibehörde komplett aufzulösen.

Die Stadtratsvorsitzende Lisa Bender sagte dem Sender CNN, in Minneapolis solle ein "neues Modell der öffentlichen Sicherheit" geschaffen werden, "das unsere Gemeinde tatsächlich sicher hält". Wie die bisherige Polizeibehörde ersetzt werden solle, werde der Stadtrat noch diskutieren.

 

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06:03 Uhr

Autofahrer kollidiert mit Wolf und stirbt

Beim Zusammenprall eines Autos mit einem Wolf sind in Niedersachsen sowohl der 76-jährige Fahrer als auch das Tier ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall in der Nacht auf der Bundesstraße 6 zwischen Frielingen und Neustadt-Bordenau.

  • Nach der Kollision mit dem Wolf stieß der Kleinwagen gegen einen Baum und überschlug sich.
  • Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle.
  • Die Beamten ermitteln nun, wie genau es zu dem Unfall kam.
  • Ein Wolfsbeauftragter stellte fest, dass es sich bei dem Tier um einen Jungwolf handelte.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht